
Die Greffener Kreuzwegdarstellung der zwölften Station: Jesus stirbt am Kreuz.
Kirchengemeinde ließ alte Kreuzwegstationen restaurieren
Ort der Besinnung für Besucher
Harsewinkel-Greffen. Der Harsewinkeler Stadtteil Greffen sei kein Ort, durch den man einfach durchfahren sollte, sagt Berno Keuper. Der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands von St. Johannes Baptist findet, dass sich ein Stopp in Greffen durchaus lohnt.
Und das umso mehr, seit die Gemeinde außer der Pfarrkirche auch die zehn Kreuzwegstationen und das Hochkreuz auf dem historischen Friedhof des Orts restaurieren ließ. Die Restaurationswerkstatt Christoph Hellbrügge in Ascheberg übernahm die Arbeiten und setzte die stark verwitterten Denkmäler instand.
Der Kreuzweg auf dem Alten Friedhof stammt vermutlich aus der Zeit um 1822, sagt Keuper. Von den ursprünglich 14 Stationen aus Baumberger Sandstein sind noch zehn erhalten. Die übrigen vier konnten nicht mehr gefunden werden. Die zehn erhaltenen Stationen, bestehend aus einem Relief und einem Sockel, waren mit den Jahren stark verwittert: Sie waren mit Moos und Algen bewachsen, mit Ranken überwuchert, von Flechten befallen, viele hatten Risse und Fehlstellen, heißt es im Bericht des Restaurators. Er und seine Mitarbeiter arbeiteten vier Wochen vor Ort und reinigten unter anderem die Bildstöcke mit Heißwasserdampf, besserten Fugen aus, sicherten bestehende Risse und schützten sie mit einer Lasur vor der Witterung.
Die Initiative, den Kreuzweg zu restaurieren, den die Gemeinde früher am Karfreitag gegangen sei, gehe auf den Kirchenvorstand zurück, so Keuper. Die Kosten habe das Bistum Münster übernommen.
Der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands hofft, dass Radwanderer und Fußgänger demnächst nicht nur die restaurierte Kirche besuchen, die neuerdings tagsüber von 9 bis 17 Uhr geöffnet ist, sondern auch auf dem historischen Friedhof mit seinen Bildstöcken einen Ort der Ruhe und Besinnung finden. "Es ist wichtig, dass wir einige Blickpunkte im Ort im kirchlichen Bereich bekannt machen."
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Text: Almud Schricke | Foto: Almud Schricke
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