
Jugendliche besuchen während ihrer Firmvorbereitung ein Borkener Altenheim: Anna Limberg, Kathrin van Geldern, Alois Kleine Finke und Michelle Daldrup (von links) beim gemeinsamen Spiel "Mensch ärgere dich nicht".
Firmlinge aus Borken erkunden das vielfältige Angebot ihrer Gemeinde
Einführung in das soziale Engagement der Christen
Borken. Unter dem ansprechenden Motto "KircheLiveErleben" lernen in diesen Tagen die Firmlinge der Borkener Gemeinde St. Remigius die sozialen Einrichtungen und das karitative Engagement in ihrem Ort kennen. Sie sind zu so genannten "Schnupperstunden" eingeladen, um sich aktiv mit den kirchlichen Angeboten auseinander zu setzen und in einer sie ansprechenden Aktion "live" zu erleben.
"Als wir die Idee zu dieser Aktion hatten, kam die Frage auf, welche Gruppen, Verbände und Einrichtungen wir ansprechen können und wer für Jugendliche etwas zu bieten hat", sagt Nicole Mönkediek, die mit Annette Deelmann und Propst Wilfried Theising das Firmteam bildet. Mit der zahlreichen Beteiligung der Gruppen und Einrichtungen ist das Team zufrieden, denn die Aktion soll nicht nur die Firmlinge nachhaltig prägen, sondern auch die Verbände und Gruppen der Gemeinde: Sie erhalten im Rahmen der Aktion "KircheLiveErleben" die Möglichkeit, aktiv für ihre Sache zu werben und möglicherweise neue Mitglieder zu gewinnen.
Für die Zukunft hofft das Firmteam, dass die Firmlinge einen Eindruck von den vielfältigen Angeboten bekommen, die eine größere Seelsorgeeinheit jungen Menschen bereit halten kann. "Kirche bietet eine sinnvolle Freizeitgestaltung in Gemeinschaft mit anderen", sagt Mönkediek.
Oft bricht für viele Jugendliche der Kontakt zur Gemeinde nach dem Firmkursus wieder ab. Die "Schnupperstunden" können möglicherweise einen Anknüpfungspunkt darstellen und für den einen oder anderen Anreiz sein, in einer Gruppe, einem Verband oder einer Einrichtung aktiv zu werden. Durch diese zusätzliche Form der Firmvorbereitung öffnet sich auch für die Gemeinde eine neue Perspektive: "Sie erlebt unsere Jugendlichen anders, nämlich als junge Menschen, die mit Interesse bei der Sache sind, die sich engagieren und nicht nur konsumieren", sagt Mönkediek.
Stundenweise geben die Einrichtungen und Verbände den Firmlingen einen Einblick in ihre Arbeit. So bietet das Marien-Altenheim beispielsweise den Firmlingen die Möglichkeit, die Aufgaben einer Senioreneinrichtung kennen zu lernen und den Umgang mit Rollstühlen zu erlernen. Anschließend haben sie Gelegenheit, mit den Bewohnern einen Rollstuhl-Ausflug zu machen.
Auch die Maltester-Jugend macht die jungen Menschen mit den Einsatzmöglichkeiten ihres Verbands bekannt. Dazu zählen der Sanitätsdienst, die Erste-Hilfe-Ausbildung, der Katastrophenschutz und die Jugendarbeit. Im Anschluss nehmen die Firmlinge an einem Stationsspiel teil, bei dem sie erfahren, was der Malteser-Hilfsdienst in Borken und anderswo leistet. "KircheLiveErleben" bietet den Firmlingen somit die Chance, selbst mitzumachen, Spaß zu haben und vor allem Kirche zu gestalten – ein Anreiz für die Zukunft. Denn Nicole Mönkediek ist sich sicher: "Kirche braucht junge Menschen. Sie sind die Zukunft unserer Gemeinde."
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Text: Ann-Christin Ladermann | Foto: Hubert Gehling in
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18.05.2009
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