
Mitglieder des Kolpingbezirks Ahlen pilgerten mit dem Fahrrad zur Wallfahrtskapelle nach Buddenbaum.
Kolpingsfamilien aus dem Bezirk Ahlen pilgerten nach Buddenbaum
Zur Ruhe kommen und Kraft schöpfen
Ahlen. Zu dem kleinen Wallfahrtsort Buddenbaum in Warendorf-Hoetmar pilgern jedes Jahr Gläubige, die hier vor allem die Überschaubarkeit schätzen. Das berichten auch Mitglieder des Kolpingbezirks Ahlen.
Zu Beginn der Wallfahrtssaison im Bistum Münster kamen sie zur Kapelle mit dem Gnadenbild "Unserer lieben Frau vom Guten Rat", um unter freiem Himmel eine Maiandacht zu feiern. Etwa die Hälfte der rund 100 Pilger war mit dem Fahrrad unterwegs, ältere und gehbehinderte Menschen mit dem Auto. Zur Ruhe kommen und im Gebet Kraft schöpfen könne sie in dieser wunderschönen Umgebung besser als anderswo, erklärte Anneliese Kersting. Kein Rummel, keine Andenken, kein Andrang, dafür Idylle pur. Das weiß auch Alfons Fredenweß zu schätzen. "Wir sind hier unter uns, jeder kennt jeden", hebt der Sendenhorster hervor. Sein Bruder Gerd hatte die gemeinsame Fahrrad-Wallfahrt der Kolpingsfamilien aus Ahlen, Dolberg, Sendenhorst, Drensteinfurt, Rinkerode und Walstedde vor 30 Jahren ins Leben gerufen. Seither findet sie alle zwei Jahre statt.
Die kleine Kapelle in Buddenbaum gehört zum Stift Freckenhorst und wurde schon vor 1550 beurkundet. Zahlreiche Motivtafeln und Schmuckstücke in der Kapelle zeugen von der jahrhundertealten Geschichte dankbarer Verehrung der Mutter vom Guten Rat. Jedes Jahr findet um das Fest Mariä Heimsuchung (2. Juli) eine Wallfahrtswoche statt. Stärken können sich die Pilger nach der Messe im so genannten Pilgertreff – einer umgebauten Scheune gegenüber der Kapelle. Die Bewirtung übernehmen die Anwohner.
Aber auch außerhalb dieser Zeit können Vereine und Gruppen in der Kapelle eine Messe feiern und anschließend den Pilgertreff nutzen. Für das leibliche Wohl sind die Gruppen selbst verantwortlich. "Kein Problem", finden Theo Heimken und Rudolf Schomacher. Im Gegenteil: "Jede Kolpingsfamilie bringt sich ein", beschreiben die beiden, was für sie neben der Überschaubarkeit und der schönen Umgebung das Besondere der Wallfahrt nach Buddenbaum ausmacht. "Das ist hier fast wie bei einem Familientreffen", bringt Theo Heimken es auf den Punkt.
Die Gemeinschaft wird groß geschrieben. Während die einen für das Aufstellen von Altar und Bänken vor der Kapelle zuständig sind, sorgen die anderen für das leibliche Wohl der Pilger. Bei Ankunft der Radfahrer stehen Getränke bereit. Nach der Andacht soll es Würstchen geben. Einige Gläubige verteilen Liederzettel.
Für den passenden musikalischen Rahmen sorgt das Kolping-Blasorchester aus Albersloh. Den Gottesdienst feiert der Drensteinfurter Diakon Rainer Wirth. Er verweist auf die Bedeutung der Familie: "Jeder fühlt sich für den anderen verantwortlich, keiner ist allein."
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Text: Marita Galka | Foto: Marita Galka
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