
Ein besonderer Moment für die Kinder in der Heilig-Kreuz-Kirche: gemeinsam mit Pfarrer Peter Nienhaus feiern sie am Altar.
Neues Konzept in der Erstkommunion-Katechese
Die Fusion mit Leben füllen
Dülmen. Ausgangspunkt für die Neukonzeption der Erstkommunion-Vorbereitung war in der Dülmener Gemeinde Heilig Kreuz die Fusion im Jahr 2005.
"Wir haben uns gefragt, was wir in der Erstkommunion-Katechese ändern können, damit die Fusion nicht nur ein Wort bleibt, sondern mit Leben gefüllt wird", erklärt Pastoralreferentin Christel Seibert. Entstanden ist ein für die Gemeinde neues Konzept.
Am Anfang stand die Entscheidung, dass die Erstkommunion nur noch in der Heilig-Kreuz-Kirche gefeiert wird. Die Kinder und ihre Eltern konnten zwischen drei Terminen wählen. Pro Termin wurde eine große Gruppe gegründet, die sich an fünf Samstagen parallel in jeweils einem Pfarrheim der Gemeinde traf. "Wir sind eine flächenmäßig große Gemeinde. Mit dieser Regelung haben wir es geschafft, dass sich die Gruppen aus den verschiedenen Seelsorgebezirken gemischt haben. Das war der erste Schritt, und er hat funktioniert", erklärt die 52-Jährige.
Statt der wöchentlichen Gruppenstunde fand einmal im Monat an einem Samstag von 10 bis 16 Uhr die Katechese statt. "Das hatte den Vorteil, dass sich mehr Eltern engagieren konnten", berichtet Seibert weiter. Am Sonntagmorgen wurde das Thema der Katechese im gemeinsamen Familiengottesdienst ebenfalls aufgegriffen. Allerdings habe das Vorbereitungsteam im vergangenen Jahr festgestellt, dass ein vierwöchiger Abstand zwischen den einzelnen Treffen zu lang gewesen sei. In diesem Jahr gab es zwischen den Samstagen noch einmal ein Treffen in der Kleingruppe. Ebenso wurden die Zeiten geändert. "Sechs Stunden war für die Kinder zu lang, denn nach dem Mittagessen war häufig die Luft raus." Die Konsequenz: In diesem Jahr begann die Katechese bereits um 9 Uhr und endete mit dem gemeinsamen Mittagessen. Zusätzlich gab und gibt es weitere Familienangebote wie ein gemeinsamer Kreuzweg in Coesfeld, Kirchenführungen oder im vergangenen Jahr die Gemeindewallfahrt nach Münster. An den Samstagen sind immer die Katecheten und die Hauptamtlichen dabei. "Wir sind in jeder Woche in einem anderen Pfarrheim und lernen über diesen Weg alle Kinder kennen", erklärt die Pastoralreferentin, die seit 1998 in der Gemeinde arbeitet.
"Katechese umfasst nicht nur etwas über den Glauben zu lernen, sondern, dass Kinder ihn selbstverständlich miterleben", betont Seibert. Besonders gut gefällt ihr die Mischung aus Katechese und dem gemeinsamen Miteinander. Viele Vorteile sieht die Pastoralreferentin in diesem Konzept: Es können sich mehr Eltern an der Vorbereitung beteiligen, die Kinder sind ausgeschlafen, wenn sie am Samstag zur Katechese kommen und haben nicht bereits einen Schultag hinter sich. Die Hauptamtlichen sind über den gesamten Zeitraum mit von der Partie, und die Katecheten bauen einen intensiveren Kontakt zu den Kindern auf.
Das Vorbereitungsteam besteht aus drei Ehrenamtlichen und drei Hauptamtlichen. "Das ist eine gute Mischung, denn wir bekommen von den ehrenamtlichen Katechetinnen, die sich schon lange in der Erstkommunion-Vorbereitung engagieren, die Rückmeldung, ob das, was wir uns theologisch überlegen, praktisch mit den Kindern umzusetzen ist", sagt Seibert.
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Text: Michaela Kiepe | Foto: Archiv in
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11.05.2009
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