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Seite: Aktuelles  >  Für Schwester Josefine ist Vinnenberg eine Herzenssache
11.12.2018
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Schwester Josefine.
Schwester Josefine.

Für Schwester Josefine ist Vinnenberg eine Herzenssache

Kostbare Ausstrahlung

Vinnenberg. Der Rhythmuswechsel ist eklatant. Irgendwann muss man die Bundesstraße verlassen, um über kleinere Straßen den Weg nach Vinnenberg zu finden. Viel dichtes Grün säumt jetzt den Weg, und die Wallfahrtskirche taucht erst spät aus dem Blätterdach der umliegenden Bäume auf. "Man lässt im besten Sinne etwas hinter sich", sagt Schwester Josefine. Die Mauritzer Franziskanerin und ihre Mitschwester Chlodwiga haben das ehemalige Rektorat des Klosters bezogen. Ihr kleiner Konvent ist damit Nachfolger der Benediktinerinnenabtei, die vor sechs Jahren dort auszog.

"Wir sind hier etwas ab vom Schuss", sagt Josefine. "Und damit auch raus aus dem Alltag vieler Menschen." Die Ruhe des Ortes, die sie selbst schon als junge Frau als "kostbar" empfunden habe, hat sich Vinnenberg erhalten. "Wohltuend still mit einer langen Gebetstradition." Die Idylle der Umgebung helfe, sich mit allen Sinnen auf den Besuch einzulassen. "Entscheidend aber ist die Ausstrahlung, dass hier über Jahrhunderte Wallfahrer und Ordensschwestern gebetet haben."

Von dieser Atmosphäre lenkt kaum etwas ab. Es fällt auf, dass die Klosterkirche nach ihrer Renovierung vor einigen Jahren mit Prunk spart. "Eine Schlichtheit, die auf das Wesentliche reduziert." Passend dazu das kleine Wallfahrtsbild der Gottesmutter aus dunklem Holz. Nur einige Edelsteine am Fuß verraten den Glanz, für den sie steht. "Das Einfache, Bodenständige und Klare passt zur westfälischen Seele", sagt die Schwester. "Nicht selten finden die Menschen die Abbildung in der Kirche nicht, weil sie so bescheiden anmutet."

Ihrer Ausstrahlung tut das keinen Abbruch. "Wir haben hier fast immer stille Beter." Nicht wenige Menschen aus der Umgebung machten ein Mal im Alltag Halt, um zur Ruhe zu kommen. Und auch für viele Fahrrad- und Einzelpilger sei die ehemalige Klosterkirche festes Ziel. Die Freude, das an dieser Stelle immer noch Ordensschwestern lebten, sei bei vielen groß: "Sie empfinden uns als ein Symbol dafür, dass dies ein Ort mit einer Nähe zu Gott ist." Ein wertvoller Impuls, weil er nicht gelehrt werde, sondern gefühlt. Das erlebten die Schwestern in vielen Begegnugen. "Die Menschen offenbaren uns zum Teil  viel aus ihrem Leben." Schönes und Trauriges sei dabei. Und immer das Gefühl, dass dies vor der Gottesmutter in Vinnenberg gut aufgehoben sei. "Vinnenberg ist vor allem etwas für das Herz, nicht für den Kopf."

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  1. undefinedVinnenberg bei Warendorf: Schlicht wie Westfalens Seele (22.08.2012)

Text: Michael Bönte | Foto: Michael Bönte in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
22.08.2012

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