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29.09.2016
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Notburga Heveling.
Notburga Heveling.

Interview zum Treffen des Dialogprozesses in Stuttgart

Notburga Heveling: Liturgische Weite und Vielfalt erfahren

Bistum / Stuttgart. Die Vorsitzende des Diözesankomitees der Katholiken, Notburga Heveling, nimmt auch am dritten bundesweiten Treffen des Dialogprozesses zur Zukunft der deutschen Kirche teil.

Kirche+Leben: Welches Liturgie-Anliegen nehmen Sie mit nach Stuttgart?

Notburga Heveling: Mein besonderes Anliegen ist eine lebendige und erneuerte Liturgie, in der sich mein Leben findet und die Auswirkungen auf mein Leben hat. Deshalb erhoffe ich mir vom Gesprächsforum in Stuttgart, dass es aus den vielfältigen Erfahrungen, die wir alle mitbringen, Impulse gibt, um liturgische Weite und Vielfalt zu erfahren. Dazu gehört für mich, dass wir aus der Engführung auf die Eucharistie herauskommen und vielfältige, zeitgemäße und ansprechende Formen liturgischer Feiern finden, dabei alte Formen neu entdecken und aktualisieren, aber auch kreativ neue, zeitgemäße Formen entwickeln.

Kirche+Leben: Nach welchen Kriterien wurden die Bistumsdelegierten für dieses dritte Treffen ausgewählt?

Heveling: Die Auswahl ist in einem Gespräch mit dem Moderator des Priesterrats, Hermann Kappenstiel, und dem Moderator des Diözesanrats, Hugo Uebbing, nach breit gefächerten Kriterien erfolgt. Grundlegend war, eine möglichst gleiche Verteilung der Geschlechter zu erreichen und eine gute Mischung aus "alten Hasen" und "Frischlingen" im Gesprächsprozess. Und wir haben darauf geachtet, dass ein breiter Informationsfluss in den Gesprächsprozess und in alle Bereiche des Bistums hinein möglich ist.

Kirche+Leben: Sie sind zum dritten Mal dabei: Wie bewerten Sie den Fortgang des Dialogprozesses bislang?

Heveling: Das erste Gesprächsforum 2011 in Mannheim habe ich als starken Beginn erlebt, der Zeichen gesetzt und Veränderungen in Gang gebracht hat, auch in unserem Bistum. So sind Dialoge in Gang gekommen, wo vorher Sprachlosigkeit war. Das zweite Gesprächsforum in Hannover hat deutlich geschwächelt, weil es leider nicht gelang, das Thema "Unserer Verantwortung in einer freien Gesellschaft" nach vorn zu bringen. Ich hoffe, dass man aus den Fehlern  Konsequenzen gezogen hat, damit in Stuttgart das Thema Liturgie im Mittelpunkt steht und davon Impulse für eine liturgische Erneuerung ausgehen. Insgesamt fällt mein Fazit dieses einmaligen Projekts positiv aus. Ich fahre auch deshalb wieder mit, um diejenigen in unserer Kirche zu unterstützen, die diesen Weg eingeschlagen haben.

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