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05.12.2016
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Aus dem kirchensite.de-Archiv
Johann Baptist Metz aus Münster gilt als einer der bedeutendsten deutsch-sprachigen Theologen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil.

Theologe Johann Baptist Metz wird 80

Dialog mit der Moderne

Münster. Johann Baptist Metz, einer der bekanntesten Vertreter der katholischen Theologie im deutschsprachigen Raum, wird am Dienstag (05.08.2008) 80 Jahre alt. Der langjährige Direktor des Seminars für Fundamentaltheologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster prägte über viele Jahrzehnte die so genannte "Neue Politische Theologie".

Theologie ist für Johann Baptist Metz das Bemühen, Glauben in Geschichte und Gesellschaft lebendig zu halten. Metz ist insbesondere als Vertreter jener Richtung der Theologie bekannt geworden, "die den Glauben der Privatisierung entreißen und ihn als konstitutives Element in eine neue soziale Ordnung einbringen will", wie es einmal in einer Würdigung hieß.

In diesem Sinn trat Metz immer wieder an die Öffentlichkeit und beteiligte sich beispielsweise in den 1970er Jahren an der Debatte zwischen Theologie und moderner Wissenschaft und in der heutigen Zeit an der zwischen aufgeklärter Moderne und erlebnisbetonter Postmoderne.

Metz wurde 1928 in oberpfälzischen Auerbach geboren und 1954 zum Priester geweiht. Von 1963 bis 1993 hatte Metz den Lehrstuhl für Fundamentaltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität inne. Darüber hinaus engagierte sich Metz in zahlreichen Funktionen: Von 1971 bis 1975 war er Berater der Synode der deutschen Bistümer und Hauptverfasser des Synodendokuments "Unsere Hoffnung". Außerdem zählte Metz zu den Herausgebern der internationalen theologischen Zeitschrift "Concilium".

Zu seinen Hauptwerken zählen die Veröffentlichungen "Christliche Anthropozentrik", "Zur Theologie der Welt", "Glaube in Geschichte und Gesellschaft", "Jenseits bürgerlicher Religion" und "Zum Begriff der neuen Politischen Theologie". Viele seiner Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt und begründeten eine "Neue Politische Theologie", die auf die Theologie der Befreiung in nichteuropäischen Ländern, insbesondere in Lateinamerika, Einfluss nahm. Das Denken dieser Theologie nimmt die konkrete geschichtliche und gesellschaftliche Situation der Länder auf.

Aus Anlass seines 80. Geburtstags veranstaltet die Volkshochschule Ahaus am 27. September im Schloss Ahaus eine "Theologische Matinee".

Text: Johannes Bernard in "Kirche+Leben", 04.08.2008 / Foto: Archiv

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