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22.12.2014
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Aus dem kirchensite.de-Archiv
Papst Benedikt: Priester sollen auf Christus schauen.

Papst beginnt Gründonnerstags-Liturgie

Priester sollen Liturgie "in der Person Christi" feiern

Vatikanstadt. Mit der Feier der Chrisam-Messe und der Weihe der heiligen Öle hat Papst Benedikt XVI. im Vatikan die Liturgie zum Gründonnerstag (05.04.2007) eröffnet.

Bei der Messe im überfüllten Petersdom wiederholten die anwesenden Kardinäle, Bischöfe und Kleriker ihr mit der Priesterweihe gegebenes Versprechen zur Treue gegenüber Christus und der Kirche.

In seiner Predigt ermahnte der Papst die Priester zur Liebe gegenüber Gott und dem Nächsten. "Eine Person ohne Liebe ist dunkel im Innern", sagte er: "Bitten wir den Herrn, dass er alle Feindseligkeit aus unserem Innersten entfernt, jeden Sinn von Selbstgenügsamkeit von uns fortnimmt und uns wahrhaft mit dem Gewand der Liebe bekleidet."

Priester wie der verlorene Sohn gekleidet

Weiter forderte Benedikt XVI. die Priester auf, nicht an der Last ihres Amtes zu verzweifeln. Stattdessen sollten sie auf Christus schauen, der Gehorsam, Schwachheit, Schmerz und Dunkelheit ertragen habe: "Je mehr wir ihn lieben und mit ihm liebende Menschen werden, desto leichter wird für uns sein scheinbar drückendes Joch", so der Papst.

Er erinnerte die Priester daran, ihren liturgischen Dienst "in der Person Christi" auszuüben. Die gottesdienstlichen Gewänder seien Symbole des Priestertums und klares Zeichen dafür, dass die Zelebranten an Stelle eines anderen am Altar stünden. Tunika und Stola entsprächen dem Festgewand, das der Vater dem Verlorenen Sohn bei seiner Heimkehr nach Hause anlege.

"Beschmutzte Kleider weiß machen"

Vor dem Gottesdienst müssten sich Priester bewusst werden, wie weit sie von Christus entfernt seien und "wieviel Schmutz in unserem Leben existiert", so Benedikt XVI. Allein die Liebe Gottes könne "unsere beschmutzten Kleider weiß machen". In seinen Ausführungen bezog sich der Papst auch auf die traditionellen Gebete, die Priester vor der Liturgiereform beim Anlegen der Gewänder in der Sakristei zu sprechen hatten.

Als Ausgangspunkt seiner Predigt über die Symbolik der priesterlichen Gewänder zitierte der Papst eine Erzählung des russischen Schriftstellers Leo Tolstoi, "Gott schauen". Darin fordert ein Hirte einen König auf, mit ihm die Kleider zu tauschen, damit der König durch diesen Tausch erfahren könne, "was Gott tut".

Fußwaschung

Am späten Nachmittag gedenkt das Kirchenoberhaupt mit einer Messe in der Lateranbasilika des Letzten Abendmahls Jesu. Dabei wäscht Benedikt XVI. nach dem Vorbild Jesu zwölf Männern die Füße.

Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH, 05.04.2007
Foto: Michael Bönte

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